Georg Plank

Liebe. Liebe. Und Liebe!

Was gibt mir in den letzten Jahren mit den vielen Polarisierungen, komplexen Verhältnissen und beängstigenden Unsicherheiten Orientierung? Für mich wurde immer stärker das Doppelgebot der Liebe zum wegweisenden Stern. Alles, was dazu führt, dass Menschen Gott lieben und den Nächsten wie sich selbst, erfüllt ja „das ganze Gesetz und die Propheten“. So brachte es Jesus auf den Punkt. Liebe – biblisch verstanden – übersteigt ja eine romantisch-emotionale Engführung. Sie offenbart sich in den fundamentalen Kategorien von Wahrheit, Gerechtigkeit und Gnade. Im konkreten Leben verursacht diese dreifache Dimension durchaus Spielräume, Spannungen und Konflikte.
Früchte, Ergebnisse, auch Erfolge im Sinne einer so verstandenen Liebe können von ihrer konkreten Ausdrucksform äußerst vielgestaltig sein. Denn jede kirchliche Gemeinschaft oder Organisation hat die Möglichkeit, durch ihr Sein und Handeln die Liebe Gottes in Wahrheit, Gerechtigkeit und Gnade erfahrbar zu machen. Ob im gemeindlichen Bereich, in der Bildungs- oder Sozialarbeit, in der Öffentlichkeitsarbeit oder in spirituellen Angeboten, entscheidend ist immer, ob Menschen die verwandelnde Kraft der Liebe Gottes erleben. Und das unter allen Umständen, egal, wie schwierig, undurchschaubar und verwirrend die Rahmenbedingungen auch sein mögen, die Gott uns als Wirklichkeit vorgibt.
Diese Art von weltgestaltender Zugewandtheit, von globaler Geschwisterlichkeit und sozialer Freundschaft bringt Papst Franziskus in seiner Enzyklika „Fratelli tutti“ von 2020 auf den Punkt und markiert damit ein neues Paradigma von kirchlicher Systemrelevanz.

Weitere Artikel

Gründer Georg Plank veröffentlicht wöchentlich Impulse für mehr Innovationen in christlichem Spirit und freut sich über zahlreiches Feedback. In Zukunft planen wir weitere Blogs durch unsere Referenten und Ecclesiopreneure.

Georg Plank·Vor 4 Tagen ·1 min. Lesedauer

Wie Gott uns schuf

Angesichts wachsender humanwissenschaftlicher Erkenntnisse über den Menschen als Individuum und als Sozialwesen bietet die paulinische Sicht einer „Einheit aller in...

Georg Plank·Vor 1 Woche ·1 min. Lesedauer

Liebe ist der Schlüssel

Für mich gibt es einen letzten Grund, auf dem das Ineinander und Zusammenspiel vieler, unterschiedlicher, ja letztlich einander immer auch...

Georg Plank·Vor 2 Wochen ·1 min. Lesedauer

Spielen ist mehr

In der Flow-Forschung, die ich im letzten Blog erwähnt habe, wird immer wieder mit dem Bild spielender Kinder versucht zu...

Georg Plank·Vor 3 Wochen ·2 min. Lesedauer

Musik baut Brücken

Die Musik aktiviert so gut wie alle neuronalen Areale, die unser Gehirn bei sozialen Interaktionen mit anderen Menschen ins Spiel...