Georg Plank·Vor 7 Monaten ·2 min. Lesedauer
Komm, Schöpfer Geist
Es ist schon schlimm, wie man mit dem Heiligen Geist umgeht. Er oder sie läßt sich allerdings und gottlob nicht...
„Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen. Wie froh wäre ich, es würde schon brennen!“ (Lk 12,49) Jesus spricht vom Feuer seines Geistes. Erstmals haben die Jünger dieses Feuer zu Pfingsten in Jerusalem erfahren. Es war am 50. Tag nach dem jüdischen Pessach.
Kurz zur Vorgeschichte: Trotz der mehrmaligen Besuche des Auferstandenen waren die Weggefährten Jesu mehrere Wochen lang äußerst vorsichtig mit ihren öffentlichen Auftritten. Sie waren zögerlich, zurückhaltend und immer noch mit ihren eigenen Enttäuschungen beschäftigt. Doch dann kam es zur Wende: „Plötzlich vom Himmel
her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt. Er erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten.“ (Apg 2,2f.)
Auf alle Versammelten hat Gott seinen Geist ausgeschüttet. Alle wurden überrascht, nicht nur die Frommen, die theologisch Gelehrten und Tugendhaften! Gott ist mit seinem Herzfeuer ungeniert großzügig – damals und heute.
Was war die Folge? Die anwesende Menge erlebte eine überraschende Verbundenheit über alle Sprachbarrieren hinweg. Tief betroffen haben die Leute gefragt: „Was sollen wir tun?“ (Apg 2,37) Petrus und die anderen Apostel schlugen ihnen eine „Umkehr“ vor, eine Neuausrichtung ihres Denkens und ihrer Lebenspraxis. Und der Vorschlag wurde tausendfach (!) angenommen.
Impulsfrage: Komm Heiliger Geist! Kann ich meine Sehnsucht nach Feuer, nach Lebenskraft und kreativer Energie so ausdrücken?
Quelle: „Dein Herz ist gefragt: Spirituelle Orientierung in nervöser Zeit“ Seite 145, Herder Verlag, 2. Auflage 2023 von Bischof Hermann Glettler
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