Kassandra
Georg Plank

Kassandra

So heißt in der griechischen Sagenwelt die Tochter des Königs Priamos von Troja, die von Apollo die Sehergabe erhielt. Da Kassandra das Liebeswerben Apollos nicht erhörte, nahm der Gott ihren Warnungen die Glaubwürdigkeit, weshalb ihre Rufe vergeblich wurden: Kassandrarufe.

Fast täglich können Sie in den Medien Unheilsbotschaften, die Zukunft von Welt, Kirche und Menschheit betreffend, lesen …

Ostern hat uns wieder einmal verkündet, daß auf Grund der Auferstehung des einen uns allen eine herrliche Zukunft bevorsteht. Ostern müßte auch dem Ängstlichsten – so er Christ ist – sagen, daß jede Angst hinsichtlich der Zukunft von Welt, Kirche und Menschheit zutiefst unchristlich ist.

Denn Ostern besagt, daß keine Macht der Welt imstande ist, den guten Plan, den Gott mit der Schöpfung, seiner Kirche und den Menschen vorhat, zu stören. Wer solche Angst hat, macht Gott zur hilflosen Marionette, zu einem Götzen der sich – menschlich gesprochen – im eigenen Schöpfungs-Tohuwabohu nicht zurechtfindet. Auch dann noch, wenn – was gar nicht der Fall ist – in Welt, Kirche und Menschheit alles verworren erschiene, muß der Christ auf Grund des Faktums Auferstehung „wider alle Hoffnung hoffen“ und sagen können, daß Gott auch auf krummen Zeilen gerade schreiben kann.

Quelle: Josef Fink: Gott ist jung, S.15, Weishaupt Verlag, vgl. https://www.weishaupt.at/?area=1&x=5&y=12&s=Josef+Fink

Impuls: Wie kann ich heute entgegen allen Kassandrarufen meine tiefe Hoffnung in die Osterbotschaft stärken?

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