Georg Plank

10.4.2026: „Gott endlich erkennen – im Tod“

Für Paulus ist und bleibt der Auferstandene „der Gekreuzigte“ (1 Kor 1,23; 2,2), und als solcher wird er bereits im Tod ganz von Gott aufgenommen, als Gottessohn „in Kraft eingesetzt“ (Röm 1,4). Doch diese göttliche Unterstützung beschränkt sich nicht auf einen einmaligen Akt im Sterben oder nach seinem Tod, sie begleitet ihn schon sein ganzes Leben hindurch und lässt ihn auch im Tod nicht im Stich (vgl. Joh 16,32: „Ich bin nicht allein, weil der Vater mit mir ist“).

Dasselbe gilt für uns. Auch uns begleitet die Hilfe Gottes seit Lebensbeginn. Und zuletzt dämmern wir nicht erst Jahrtausende in unseren Gräbern dahin, sondern erhoffen mit Paulus bereits im Augenblick des Todes die endgültige Gottesbegegnung von „Angesicht zu Angesicht“ (1 Kor 13,12). Es wird die erste ungetrübte, liebevolle, ganzheitliche Erkenntnis unseres Lebens sein und uns hoffentlich noch in die Lage versetzen, Fehlentscheidungen zu korrigieren.

Und vermutlich werden wir alle, Gläubige sowohl wie Ungläubige, beschämt und glücklich zugleich sein, wenn wir Gott endlich erkennen dürfen, wie er ist und nicht wie wir ihn uns vorgestellt (oder verkündet bekommen bzw. geleugnet) haben.

Quelle: Peter Trummer: Jesus ohne Opfer. Glaube, der befreit, Verlag Herder 2026, S. 137/138

Impuls: Erhoffe ich mit Paulus bereits im Augenblick des Todes die endgültige Gottesbegegnung von „Angesicht zu Angesicht“? Bereite ich mich darauf vor?

Foto: Hans Waltersdorfer, Fotograf, christlicher Liedermacher und Theologe im Haus der Stille.
Mehr unter https://www.werkstatt-waltersdorfer.at/ und unter https://www.haus-der-stille.at/

Pfingstkalender

Schreibe einen Kommentar

Newsletter

Ich möchte am Laufenden bleiben.