Viele biblische oder kirchengeschichtlichen Persönlichkeiten sind für mich eindeutig Innovator*innen. Warum? Sie hatten Ideen, Visionen, Sehnsüchte. Sie nahmen Probleme oder Missstände wahr und wollten diese lösen. Dann machten sie sich ans Werk. Nach mehr oder weniger schwierigen Prozessen waren sie oft erfolgreich, nicht immer vollständig oder eindeutig, auch nicht immer genau so wie geplant, aber doch mit deutlich messbaren Ergebnissen und Verbesserungen.
Wenn man heute von pastoralen Innovationen spricht, sollte man daher auch beschreiben können, woran man denn konkret merkt, ob Verbesserungen gelungen und Innovationen erfolgreich sind.
Haben Menschen gelernt, sich selbst, ihren Nächsten und Gott mehr zu lieben? Das ist zum Beispiel der konkrete Maßstab der „Church of the Nativity“ in Baltimore, bekannt durch ihren Erfahrungsbericht „Rebuilt“. Oder erfüllen sich die Verheißungen der Seligpreisungen aus der Bergpredigt? Oder werden die Werke der Barmherzigkeit stärker gelebt? Oder spürt man die Früchte des Geistes, wie sie im Galaterbrief 5 aufgezählt werden?
Welchen Zugang auch immer Sie wählen: Solche Kriterien kann man auf den eigenen Wirkungsbereich umlegen und kontextuell anwenden. Sie merken, es geht dabei um Qualitäten, die oft auch quantitativ messbar sind.
Dr. Georg Plank, Pastoralinnovation
Tipps: Rebuilt Parish Association und Church of the Nativity in Baltimore
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Das wären die richtigen Skills, die man in der Seelsorge messen sollte, und nicht ob Gottesdienste richtig gefeiert wurden, ob alle die gleichen Bilder im Kopf haben, wenn man von Gott redet. Gehen wir vom Leben der Menschen aus, dann bist und musst innovativ sein!
Wie misst eine christliche (Pfarr-)gemeinde, ob ihre Mission, ihre Arbeit, die Menschen erreicht (hat)? Nur an den Zahlen, wieviele Personen bei welchen Veranstaltungen, Gottesdiensten, Angeboten, … anwesend waren? Kann man den Glauben eines Menschen messen? Wie lange wirkt eine momentane Be“GEIST“erung?
Welche konkreten „Ziele“ könnte sich eine Gemeinde setzen und diese prüfen?
Ich erlebe „Erfolg“ in meiner Arbeit, wenn ein Mensch durch unser gemeinsames, angeleitetes Suchen selbst zum aktiv Suchenden wird und spürt, dass sie/er als ganze/r be-gabt ist und mit Gott eine persönliche Beziehung leben kann.