(Inspiriert von Craig Groeschels „The Power to Change“ und Carey Nieuwhofs Fokus auf Langfristigkeit)
Wahrscheinlich kennen Sie diesen Satz: Wir überschätzen oft, was wir in einem Jahr erreichen können, und unterschätzen massiv, was wir in zehn Jahren durch Beständigkeit erreichen können. Craig Groeschel betont: „Erfolgreiche Menschen tun konstant das, was normale Menschen nur gelegentlich tun.“
Ich habe immer mehr erkannt: Innovator:innen sind oft die Menschen, die nicht zu früh aufgeben! Denn der Weg von einer guten Idee über die Umsetzung bis hin zu den angestrebten Wirkungen (biblisch: Früchte) dauert oft wesentlich länger als ursprünglich gedacht. Er ist meist durch unerwartete und heftige Widerstände, Probleme und Konflikte gekennzeichnet. Dabei heißt es sowohl beharrlich als auch flexibel zu sein. Ich vergleiche das gerne mit einer Wallfahrt. Es gibt ein klares Ziel, dass man auch dann nicht gleich aufgibt, weil ein umgestürzter Baum den Weg versperrt oder ein Sperrgebiet einen Umweg erfordert.
Der Schlüssel zur Meisterschaft als Führungskraft liegt nicht im großen Wurf, sondern in den täglichen Disziplinen. Das zeigt sich meist in drei Bereichen:
- Beständigkeit in den Werten: Ihr Team muss wissen, woran es bei Ihnen ist. Unberechenbare Führungskräfte erzeugen Angstkulturen oder verwirren die Mitarbeiter:innen.
- Beständigkeit in der Weiterentwicklung: Nieuwhof erinnert uns daran, dass wir aufhören zu führen, sobald wir aufhören zu lernen. Ein hilfreiches Buch im Monat, ein inspirierender Podcast pro Woche – das summiert sich über Jahre zu einem enormen Wissensvorsprung. Auch hier hilft es, aus Absichten Gewohnheiten zu machen, die man unabhängig von der Tageslaune konsequent ausübt.
- Beständigkeit in der Selbstsorge: Burnout ist oft das Ergebnis von „Intensität ohne Beständigkeit“. Wer viel arbeitet, dabei aber den tieferen Sinn aus den Augen verliert und sich in zu hohem Tempo durch schwieriges Gelände kämpft, ist extrem gefährdet. Wer im Sprint-Modus versucht, einen Marathon zu rennen, bricht zusammen. Und Veränderungs- und Innovationsprozesse sind in der Regel Marathons.
Wahre Leadership-Größe wird nicht auf der Bühne vor Tausenden Menschen entschieden, sondern in der Früh, wenn Sie aufstehen. Bei Ihren täglichen Routinen, in Ihrer gewissenhaften Vorbereitung und in Ihrer wiederholten Entscheidung, auch dann dranzubleiben, wenn es gerade langweilig oder schwierig ist, sich niemand bedankt oder keine Früchte zu sehen sind.
Mir hilft es zum Beispiel, nach dem Aufwachen den Tag ganz bewusst tief durchzuatmen, den Tag „im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“ zu beginnen und einfach Danke zu sagen für diesen neuen Tag. Das dauert keine Minute, aber es setzt ein heilvolles Vorzeichen vor eine Gleichung mit oft vielen Unbekannten.
Einfach, aber effizient!
Mehr braucht man hier nicht dazulegen!
Danke