Biblisches Puppentheater
Georg Plank

Biblisches Puppentheater

Als ich den heute weltberühmten Nikolaus Habjan in meiner Heimatpfarre Feldkirchen bei Graz zum ersten Mal als Puppenspieler auf der Bühne erleben durfte, war ich schlichtweg begeistert.

Bereits im Alter von 15 Jahren beschäftigte Habjan sich mit dem Puppentheater und perfektionierte bei dem australischen Genie Neville Tranter den Einsatz von Klappmaulpuppen, die er in seinen Inszenierungen verwendet. Erste Puppentheater-Produktionen entstanden im Schubert Theater in Wien, zum Beispiel „Der Herr Karl“ oder „F. Zawrel – erbbiologisch und sozial minderwertig“.

Mittlerweile ist Nikolaus Habjan und seine Inszenierungen mit Puppen und Schauspielern ein vielgefragter Gast auf großen Bühnen im deutschsprachigen Raum. Er tritt zudem mit verschiedenen Musiker:innen im In- und Ausland als Schauspieler, Kunstpfeifer und Sänger auf.

Meine Begeisterung war Folge der unglaublichen Wirkung, die Habjans Puppenspiel auf mich und alle Zuschauer:innen ausübte. Niemand konnte sich der emotional starken Ausdrucksweise der Maulklappenpuppen entziehen. Offenbar vermittelte die reduzierte Form dieser Puppen und die geniale Handhabung durch den Künstler den Charakter der jeweils dargestellten Figur besonders deutlich – sowohl in ihren Abgründen als auch in ihrer göttlichen Schönheit und Würde.

Als Mitbegründer der Schauspielgruppe Feldkirchen bei Graz kam mir die Idee, mittels dieser Theatermethode auch Passionsspiele, biblische Gestalten und Geschichten auf diese besondere Weise darzustellen und ihren Sinngehalt so begeisternd und inspirierend zu vermitteln.

Es ist mir weder gelungen, Nikolaus Habjan für diese Idee zu gewinnen noch andere Künstler:innen oder kirchliche Träger von den Chancen des Puppenspiels für die Verkündigung ausfindig zu machen.

Vielleicht inspiriert diese „gestorbene“ Idee jedoch den einen oder die andere Leser:in, sodass sich daraus eine eigene Initiativen entwickelt: kreativ, kontextuell und fruchtbar?

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Gründer Georg Plank veröffentlicht wöchentlich Impulse für mehr Innovationen in christlichem Spirit und freut sich über zahlreiches Feedback. In Zukunft planen wir weitere Blogs durch unsere Referenten und Ecclesiopreneure.

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