Georg Plank·-1 ·4 min. Lesedauer
Vom „Kubuqi Model“ lernen – die Wüste wird zum Garten
In der Kubuqi-Wüste in der Inneren Mongolei wird ein weltweit führendes Modell für die Kombination von Solarenergie, Wüstenbekämpfung und lokaler...
„Schwammstädte“ bzw. „Sponge Cities“ werden weltweit zu einer Schlüssellösung für die städtische Wasserbewirtschaftung angesichts des Klimawandels. Unterschiedliche Städte wie Songdo, Xiamen, New York, Kopenhagen, Melbourne und Berlin demonstrieren den Erfolg der Integration natürlicher Systeme mit städtischer Infrastruktur, um Überschwemmungen zu reduzieren, die Wasserqualität zu verbessern und Nachhaltigkeit zu fördern. Die entsprechenden Fallstudien bieten wertvolle Einblicke in die Zukunft der wassersensitiven Stadtentwicklung.
Dieses Konzept ist auch eines der ehrgeizigsten urbanen Ökologieprojekte Chinas. In Wuhan, einer der Pilotstädte, lässt sich besonders gut beobachten, wie dieses Konzept in der Praxis umgesetzt wird.
Ziele von Schwammstadt-Projekten:
Wuhan ist historisch von Flussauen des Yangtse und des Han-Flusses geprägt, leidet jedoch stark unter urbaner Verdichtung und „grauer Infrastruktur“, also der Ableitung von Regenwasser durch Betonkanäle.
Neu ist der Yangtse River Beach Park. Eine ehemals brachliegende Industrie- und Küstenzone wurde in einen 7,5 km langen Park verwandelt. Anstelle breiter Deiche wurden abgestufte Terassen, Sumpfgebiete, Schilfgürtel und versickerungsfähige Gehwege angelegt. Bedeutsam ist auch die Entsiegelung im Wohnungsbau. In Pilotbezirken wurden Hunderttausende Quadratmeter Pflasterbelag durch poröse Sedimentsteine ausgetauscht. Regenwassersammelbecken unter Spielplätzen speisen heute die Bewässerung der Parks.
Messbare Erfolge
Misserfolge & Rückschläge
Was können kirchliche Führungskräfte aus der Schwammstadt-Idee lernen?
Lassen sich nun in Analogie Prinzipien auf kirchliche Organisationen, Bistümer, Landeskirchen und Kirchengemeinden in Deutschland, Österreich und der Schweiz übertragen? Dazu drei Anregungen:
Manche Misserfolge von Schwammstädten liegen daran, schöne Einzelprojekte zu bauen, ohne das Gesamtsystem mitzudenken. In Kirchen werden oft auch tolle Leuchtturmprojekte gestartet, ohne dass die nachgelagerte Struktur darauf eingestellt ist. Reformen und Innovationen müssen immer das Gesamtsystem im Blick behalten.
Schwammstädte scheitern dort, wo man sich nur auf historisch übliche Regenmengen vorbereitet hatte und dann von extremen Unwettern aufgrund des Klimawandels überrascht wurde. Kirchliche Strategieplanungen gehen oft ebenfalls von relativ sanften Übergängen aus (z. B. „wir verlieren 2 % Mitglieder pro Jahr“). Führungskräfte müssen sich jedoch auf disruptive Szenarien vorbereiten: Priester- bzw. Fachkräftemangel, Einbruch von Kirchensteuereinnahmen, Vertrauens- und Relevanzverluste … Daher gilt es, neue Szenarien zu entwickeln, die auch unter solchen Extrembedingungen tragfähig bleiben.
Ein Schwammstadt-Filterbecken verstopft, wenn sich niemand darum kümmert; Bürger:innen wandten sich ab, wenn sie nicht eingebunden wurden. Kirchliche Innovationen scheitern selten am Startschuss, sondern an fehlender Einbindung der Basis und fehlenden Ressourcen für die langfristige Begleitung. Führungskräfte dürfen nicht nur Pilotprojekte fördern, sondern müssen die dauerhafte Wartung sicherstellen und motivierende Partizipationsstrukturen etablieren.
Gründer Georg Plank veröffentlicht wöchentlich Impulse für mehr Innovationen in christlichem Spirit und freut sich über zahlreiches Feedback. In Zukunft planen wir weitere Blogs durch unsere Referenten und Ecclesiopreneure.
Georg Plank·-1 ·4 min. Lesedauer
In der Kubuqi-Wüste in der Inneren Mongolei wird ein weltweit führendes Modell für die Kombination von Solarenergie, Wüstenbekämpfung und lokaler...
Georg Plank·Vor über 0 Jahren ·4 min. Lesedauer
„Schwammstädte“ bzw. „Sponge Cities“ werden weltweit zu einer Schlüssellösung für die städtische Wasserbewirtschaftung angesichts des Klimawandels. Unterschiedliche Städte wie Songdo,...
Georg Plank·Vor 1 Woche ·4 min. Lesedauer
Costa Rica, ein kleines mittelamerikanisches Land zwischen Pazifik und Karibik, steht selten im Rampenlicht globaler Debatten. Doch wer genauer hinsieht,...
Georg Plank·Vor 2 Wochen ·5 min. Lesedauer
An der Südostecke der arabischen Halbinsel liegt ein Land, das in Europa kaum jemand auf dem Radar hat: der Oman....
Sie müssen den Inhalt von reCAPTCHA laden, um das Formular abzuschicken. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten mit Drittanbietern ausgetauscht werden.
Mehr InformationenSie müssen den Inhalt von Turnstile laden, um das Formular abzuschicken. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten mit Drittanbietern ausgetauscht werden.
Mehr InformationenSie müssen den Inhalt von reCAPTCHA laden, um das Formular abzuschicken. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten mit Drittanbietern ausgetauscht werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Turnstile. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von reCAPTCHA. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen
Schreibe einen Kommentar