Georg Plank·Vor 4 Tagen ·3 min. Lesedauer
Leadership Trends 2026
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Haben Sie sich schon einmal gefragt, ob und wie Gott zu uns spricht? Gerade in der Weihnachtszeit, wenn wir die Menschwerdung Gottes feiern, lade ich ein, sich dieser Frage zu öffnen. Das Zweite Vatikanische Konzil hat mit der Dogmatischen Konstitution „Dei Verbum“ (Gottes Wort) ein Dokument geschaffen, das auch heute – 60 Jahre später – nichts von seiner Strahlkraft verloren hat. Es zeigt uns, wie Gott sich mitteilt und was das für uns und unsere Gemeinden bedeutet.
„Dei Verbum“ – lateinisch für „Gottes Wort“ – wurde am 18. November 1965 verabschiedet. Die Konstitution behandelt, wie Gott sich den Menschen offenbart und wie wir diese Offenbarung verstehen können.
Das Besondere an Dei Verbum ist ein Paradigmenwechsel: Offenbarung wird nicht mehr als bloße Mitteilung von Wahrheiten verstanden, sondern als Selbstmitteilung Gottes. Gott teilt nicht nur etwas mit – er teilt sich selbst mit.
Die zentralen Aussagen von Dei Verbum lauten:
Zu Weihnachten feiern wir, dass Gott in Jesus Christus Mensch geworden ist – somit das ultimative Beispiel für Gottes Selbstmitteilung: „Das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt“ (Joh 1,14). Gott spricht nicht aus der Ferne, sondern wird einer von uns. Er kommuniziert auf eine Weise, die wir verstehen können – durch einen Menschen.
Die Konstitution betont, dass Gott sich allen Menschen mitteilen möchte. Daher erinnern wir uns zu Weihnachten daran, dass Jesus, der Herr, nicht in einem Palast, sondern in einem Stall geboren wurde – zugänglich für alle, besonders für die Armen und Ausgegrenzten.
Dei Verbum erklärt, dass Gott sich durch Worte UND Taten offenbart. An Weihnachten sehen wir beides vereint: Das ewige Wort Gottes wird zur konkreten, handelnden Person in unserer Welt.
Dei Verbum betont die zentrale Bedeutung der Bibel im Leben der Kirche und jedes Christgläubigen. Während lange Jahrhunderte eine Praxis vorherrschte, in der das Bibelstudium dem Klerus und den Theologen vorbehalten war, werden nun alle Christ:innen zum regelmäßigen Lesen der Heiligen Schrift unter Anleitung des Geistes aufgefordert. Diese Praxis ist in protestantischen Kirchen und in Freikirchen wesentlich stärker üblich. Nicht nur in der Vergangenheit, sondern auch heute und mit digitalen Mitteln: So wurde zum Beispiel die Bibel-App YouVersion mittlerweile mehr als 1 Milliarde Mal heruntergeladen.
Ich persönlich lese am Morgen immer die in der katholischen Leseordnung vorgesehenen Bibeltexte mit der Bitte, dass Gott mir dadurch Weisheit und Inspiration für den neuen Tag schenken möge. Mein Zeugnis hat nicht wenige Menschen motiviert, das auch auf für sie passende Weise zu tun.
Immer wieder darf ich erfahren: „Lebendig ist das Wort Gottes, kraftvoll und schärfer als jedes zweischneidige Schwert“ (Hebräer 4,12) Mein Theologiestudium und mein Lehrer im Neuen Testament Peter Trummer haben diese Lust an der Bibel geweckt und mich darin zum lebenslang Lernenden gemacht.
Dei Verbum erinnert uns daran, dass Gott ein Gott der Kommunikation ist, der in die Geschichte eintritt und sich uns mitteilt. Weihnachten ist der Höhepunkt dieser Kommunikation – Gott wird Mensch, um uns auf Augenhöhe zu begegnen. Lassen Sie sich in dieser Weihnachtszeit neu inspirieren von der Botschaft, dass Gott zu uns spricht – nicht von oben herab, sondern mitten unter uns. Die Zeit ist reif für eine geistvolle Innovation in unseren Gemeinden, die von dieser Grundeinsicht ausgeht: Gott ist ein Gott der Nähe, der Begegnung und der Verwandlung.
Ich lade Sie ein: Lassen Sie sich von der weihnachtlichen Botschaft berühren. Entdecken Sie neu – ob allein oder mit anderen – die Bibel als Quelle von Transformation. Werden Sie selbst zu einem Landeplatz für den Heiligen Geist in Ihrer Gemeinde und in Ihrem persönlichen Leben.
Gründer Georg Plank veröffentlicht wöchentlich Impulse für mehr Innovationen in christlichem Spirit und freut sich über zahlreiches Feedback. In Zukunft planen wir weitere Blogs durch unsere Referenten und Ecclesiopreneure.
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