Georg Plank

13.5.2026: „Sorge um die Kirche – paulinisch betrachtet“

Von Paulus her gesehen sollten wir uns weniger Sorgen um die Institution, die Bauwerke und Dogmen machen, seine größte Sorge gilt nach wie vor den Menschen, die kompetentes und diskretes, „Vorsorgen“ (pro-istánai), und nicht autoritäres „Vorstehen“ brauchen (1 Thess 5,12f, wo die Einheitsübersetzung immer noch von „zurechtweisen“ redet, obwohl mit „noutheteín“ eigentlich „ans Herz/in den Sinn legen“ gemeint ist).
Ein solcher pastoraler Dienst erfordert Klugheit, Selbstverzicht und das rechte Maß, verdient aber auch besondere Wertschätzung, wenn es immer wieder gelingt, in Konflikten zu vermitteln, Menschen zu ermutigen, vertrauensvoll zu leben, vielgestaltigen Missbrauch zu vermeiden oder konsequent anzusprechen, ist er doch gerade im Religiösen nie auszuschließen, dort aber extrem schmerzlich und verhängnisvoll.
Wahrscheinlich wird noch etliches Alte und Gewohnte vergehen (müssen), damit wirklich Neues entstehen kann (2 Kor 5,17).
Aber es wird kommen. Wir wissen nur nicht, wann und wie, je-doch können wir schon heute damit anfangen.

Quelle: Peter Trummer: Mit Jesus am Puls der Zeit. Ermutigung zum Christsein, Verlag Herder 2024, S. 132

Impuls: Was trage ich dazu bei, damit das Neue, das Bessere bereits heute anfangen kann?

Foto: Hans Waltersdorfer, Fotograf, christlicher Liedermacher und Theologe im Haus der Stille.
Mehr unter https://www.werkstatt-waltersdorfer.at/ und unter https://www.haus-der-stille.at/

Pfingstkalender

Georg Plank·-1 ·2 min. Lesedauer

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