Georg Plank·-1 ·2 min. Lesedauer
14.5.2026: „Wo 2 oder 3"
„Der Becher des Segens, den wir segnen, ist er nicht die Blutsgemeinschaft Christi? Das Brot, das wir brechen, ist es...
„Der Becher des Segens, den wir segnen, ist er nicht die Blutsgemeinschaft Christi? Das Brot, das wir brechen, ist es nicht die Leib-Christi-Gemeinschaft? Weil es ein Brot ist, sind wir, die Vielen, ein Leib, denn wir alle haben aus (ek) dem einem Brot teil“ (1 Kor 10,16f).
Es geht also nicht um das Brot an sich oder einen priesterlichen Solopart, der es verwandelt, sondern um unser gemeinsames Brotbrechen und um uns selbst als (symbolisch-metaphorischer) „Leib Christi“, in dem die unterschiedlichsten (Mit-)Glieder zusammenwirken, sich mit-einander freuen, Mitleid haben, Rücksicht üben (1 Kor 12,12-27).
Diese geistig-mystische Gegenwart Jesu kann nicht (im Sinne der lateinischen res) „versachlicht“ und nur darauf beschränkt werden oder ihre gnadenhafte Wirkung erst im Jenseits entfalten, sondern sie zeigt sich in Wahrheit schon jetzt, indem die Interaktion im Sinne Jesu die Gemeinschaft als solche sichtbar und bleibend verändert. Das passiert schon in den sprichwörtlichen Zwei oder Drei, „die sich auf meinen Namen hin versammeln“ (Mt 18,20). Aber auch diese müssen sich zuvor einigen, übereinstimmen“ (sym-phoneín), worum sie bitten wollen, damit es „ihnen geschehen wird“. Und das ist alles andere als selbstverständlich, denn oft sind schon kleine Kompromisse in Glaubensfragen ein ziemlich großes Wunder.
Quelle: Peter Trummer: Jesus ohne Opfer. Glaube, der befreit, Verlag Herder 2026, S. 160
Impuls: Mit welchen Menschen fühle ich mich „symphonisch“ zusammenklingend?
Foto: Hans Waltersdorfer, Fotograf, christlicher Liedermacher und Theologe im Haus der Stille.
Mehr unter https://www.werkstatt-waltersdorfer.at/ und unter https://www.haus-der-stille.at/
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