Georg Plank·Vor 5 Monaten ·2 min. Lesedauer
Pfingstsonntag, 24.5.2026: „Alle, alle, alle! (Papst Franziskus)"
Wir alle begegnen Menschen, die sehr viel anders glauben als wir oder auch gar nicht (mehr), aus welchen Gründen immer....
Die Evangelien sind keine Protokolle von Augenzeugen, die bloße Fakten erzählen, sondern nachträgliche Sinndeutungen mit mindestens einer Generation Abstand. Wir aber haben ein ganz anderes Weltbild und andere Weltbeschreibungen als die Orientalen vor 2.000 Jahren und müssen nicht nur herausfinden, was ursprünglich gemeint war, sondern auch prüfen und unterscheiden, welchen Sinn es für uns heute ergeben kann. Dem Johannesevangelium ist jede Opfer- und Sühnetheologie fremd, doch die abendländische Theologie hat sie überall heraus- und hineingelesen, und das erweist sich zunehmend als der eigentliche Sündenfall der Kirche, welche die göttliche Vergebung und Gnade in Eigenregie übernehmen und nur in genau bemessenen Portionen wieder abgeben wollte, während der Glaube Jesu eine autonome Mensch- und Selbstwerdung bewirkt.
Eine Opferrolle und Gnadenvermittlung durch Dritte haben dann nichts mehr verloren; sie verunreinigen nicht nur das Gottesbild, sondern entrücken auch das von Jesus angestrebte übervolle Leben (Joh 10,10) in unendlich weite Fernen. So war es nicht gemeint. Jesus Leben und Botschaft war ein richtiger Aufstand gegen alle niederdrückenden, auch religiösen Verhältnisse. Nur die Wahrheit kann uns frei machen für die Freiheit, auf die hin er uns befreit hat (Joh 8,32; Gal 5,1).
Quelle: Peter Trummer: Mit Jesus am Puls der Zeit. Ermutigung zum Christsein, Verlag Herder 2024, S. 75/76
Impuls: Wäre es den Versuch wert, täglich in der Bibel zu lesen?
Foto: Hans Waltersdorfer, Fotograf, christlicher Liedermacher und Theologe im Haus der Stille.
Mehr unter https://www.werkstatt-waltersdorfer.at/ und unter https://www.haus-der-stille.at/
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Georg Plank·Vor 5 Monaten ·2 min. Lesedauer
Die Vergottung Jesu war eine unbestrittene Glanzleistung menschlichen Denkens (die Begriffe wie Person und Menschenrechte erst möglich machte), sie hatte...
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Noch etwas charakterisiert das frühchristliche Brotbrechen: Es schließt in seiner Offenheit direkt an die Mahlgemeinschaften Jesu „mit Sündigen und Zöllnern“...
Georg Plank·Vor 5 Monaten ·2 min. Lesedauer
Das Brotbrechen war nicht nur in der Urkirche das unterscheidende/entscheidend christliche Tun. Es weist auch uns den Weg aus der...
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