Georg Plank·Vor 2 Wochen ·2 min. Lesedauer
Pfingstsonntag, 24.5.2026: „Alle, alle, alle! (Papst Franziskus)"
Wir alle begegnen Menschen, die sehr viel anders glauben als wir oder auch gar nicht (mehr), aus welchen Gründen immer....
Noch etwas charakterisiert das frühchristliche Brotbrechen: Es schließt in seiner Offenheit direkt an die Mahlgemeinschaften Jesu „mit Sündigen und Zöllnern“ an (Mk 2,16), bezieht auch die Außenseiter:innen mit ein und bewirkt so erstmals eine wirklich demokratische Gesellschaft wenigstens im Kleinen (während die griechische Demokratie noch ziemlich „aristokratisch“ organisiert war und zu viele Menschen ausschloss). Es war unmöglich, im Namen Jesu das Brot miteinander zu brechen und weiter-hin an den alten Strukturen festzuhalten, was Geschlecht, Moral, Herkunft, Stand usw. anlangt. Und genau diese allgemein sichtbaren, höchst revolutionären Auswirkungen der neuen Religion ermöglichten den Erfolg des Christentums, und das zu einer Zeit, die ein überreiches religiöses Konkurrenzangebot zu bieten hatte.
Doch das Brotbrechen reihum „in den Häusern“ konnte die Menschen wirklich überzeugen, begeistern, wörtlich mit „Jubel“ erfüllen, wo die Einheitsübersetzung nur sehr verhalten von „Freude“ spricht (Apg 2,46; vgl. Kap. 14 und 16), weil sie seine Bedeutung völlig unterschätzt.
Auch in der gegenwärtigen Kirchenkrise empfiehlt sich die Rückbesinnung auf diese Praxis des Urchristentums. Das Brotbrechen hängt jedenfalls nicht notwendig an einer Priesterweihe, sondern ermächtigt alle Menschen (nicht nur Christ:innen), selbst im Geist Jesu zu handeln und auf die eigenen spirituellen Bedürfnisse wie die ihrer Umwelt einfühlsam zu reagieren.
Quelle: Peter Trummer: Jesus ohne Opfer. Glaube, der befreit, Verlag Herder 2026, S. 172
Impuls: Wo bieten sich Chancen begeisternden Brotbrechens über alle Grenzen hinweg – ohne Clinch mit kirchlichen Vorschriften?
Foto: Hans Waltersdorfer, Fotograf, christlicher Liedermacher und Theologe im Haus der Stille.
Mehr unter https://www.werkstatt-waltersdorfer.at/ und unter https://www.haus-der-stille.at/
Georg Plank·Vor 2 Wochen ·2 min. Lesedauer
Wir alle begegnen Menschen, die sehr viel anders glauben als wir oder auch gar nicht (mehr), aus welchen Gründen immer....
Georg Plank·Vor 2 Wochen ·2 min. Lesedauer
Die Vergottung Jesu war eine unbestrittene Glanzleistung menschlichen Denkens (die Begriffe wie Person und Menschenrechte erst möglich machte), sie hatte...
Georg Plank·Vor 2 Wochen ·2 min. Lesedauer
Noch etwas charakterisiert das frühchristliche Brotbrechen: Es schließt in seiner Offenheit direkt an die Mahlgemeinschaften Jesu „mit Sündigen und Zöllnern“...
Georg Plank·Vor 2 Wochen ·2 min. Lesedauer
Das Brotbrechen war nicht nur in der Urkirche das unterscheidende/entscheidend christliche Tun. Es weist auch uns den Weg aus der...
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