Georg Plank

15.5.2026: „Wandel in der Kirche“

Beim Brotbrechen geht es letztlich immer um das (geistige) „Lebensbrot“, das Jesus mit der ganzen Welt und nicht nur mit wenigen Auserwählten und Frommen „realistisch“ teilen möchte. Wir dürfen uns noch einiges einfallen lassen, um wirklich jesuanisch zu leben und zu feiern!
„Die Zeiten wandeln sich und auch wir wandeln uns mit ihnen“ sagt ein lateinisches Sprichwort. Um Jesus und seine Idee müssen wir uns keine Sorgen machen. Sie ist zu gut, als dass sie völlig verschwinden könnte. Die Frage ist eher, ob die Kirchen, insbesondere die katholische, da noch mithalten werden. Denn gerade Letztere hält zwar die Wandlung für das Wichtigste in der Messe, möchte aber, dass sich in der Kirche selbst nichts wandelt, sondern alles bleiben soll wie es ist, wie der Frankfurter Priesterdichter Lothar Zenetti (1926-2019) in seinem Text: „Frag 100 Katholiken“ so treffend beschrieb. Doch den Wandel, den wir selbst nicht gestalten wollen, erleiden wir notgedrungen durch das Schicksal. Er bleibt auch der Eucharistie nicht erspart. Auch sie kann nur dann der Mittelpunkt des kirchlichen Lebens sein bzw. überhaupt erst werden, wenn auch die Kirche selbst sich wandelt.

Quelle: Peter Trummer: Mit Jesus am Puls der Zeit. Ermutigung zum Christsein, Verlag Herder 2024, S. 120

Impuls: Welchen Wandel in meinem Leben, in Kirche und Gesellschaft will, kann bzw. soll ich mitgestalten?

Foto: Hans Waltersdorfer, Fotograf, christlicher Liedermacher und Theologe im Haus der Stille.
Mehr unter https://www.werkstatt-waltersdorfer.at/ und unter https://www.haus-der-stille.at/

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