Georg Plank·Heute ·2 min. Lesedauer
21.5.2026: „Brotbrechen heute"
Das Brotbrechen war nicht nur in der Urkirche das unterscheidende/entscheidend christliche Tun. Es weist auch uns den Weg aus der...
Jesus hat uns Gott in einer Weise nahegebracht, die viel mehr Intimität ermöglicht, als es den spätantiken Theologen denkbar erschien. Sein Gott ist nicht der Weltenherrscher (welcher der Kaiser gerne sein möchte), sondern scheint an einer bewusst und frei gewählten Beziehung auf Augenhöhe und der geistigen Entwicklung seiner Schöpfung interessiert zu sein. Mit diesem Vertrauen können wir endlich mutig und frei leben. Und zwar nicht nur vor Gott, sondern zusammen mit allen Menschen, denen sein „Bild“ in unterschiedlichster Weise (keine Schneeflocke gleicht einer anderen) eingeprägt ist.
Wir alle haben viel Göttliches mitbekommen, wissen es meist nur nicht oder halten es vielleicht für zu gering. Doch alle sind „einziggeboren“ (mono-genés: Lk 7,12; 8,42), zwar nicht unbedingt „Erstgeborene“, aber alle unverwechselbar und besonders geliebt (weil Liebe nicht teilbar ist), nicht nur Jesus. Er wollte uns Gott so vermitteln, dass auch wir göttlicher und menschlicher zugleich werden, was kein Gegensatz mehr sein muss, wie er uns in überzeugender Weise vorlebte.
Quelle: Peter Trummer: Jesus ohne Opfer. Glaube, der befreit, Verlag Herder 2026, S. 87
Impuls: Wie kann ich immer mehr so Mensch werden, dass das Göttliche in mir durchscheint?
Foto: Hans Waltersdorfer, Fotograf, christlicher Liedermacher und Theologe im Haus der Stille.
Mehr unter https://www.werkstatt-waltersdorfer.at/ und unter https://www.haus-der-stille.at/
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