Georg Plank·Heute ·2 min. Lesedauer
21.5.2026: „Brotbrechen heute"
Das Brotbrechen war nicht nur in der Urkirche das unterscheidende/entscheidend christliche Tun. Es weist auch uns den Weg aus der...
Die Goldene Regel wird unterschiedlich überliefert, doch der Volksmund kennt sie vor allem in ihrer negativen Reimform: Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem andern zu.“ Die positive Variante ist gewiss kreativer und bietet mehr Entfaltungsmöglichkeiten, denn es geht um die Achtung der Menschenwürde auch in Konfliktsituationen, um Toleranz und Mitgefühl mit allen Lebewesen. Die Frage ist heute eher, ob wir mit der indischen Tradition nicht auch die Tiere viel mehr als bisher als beseelte und oft hochintelligente Wesen und Mitgeschöpfe zur Kenntnis nehmen müssen, indem wir wenigstens ihre industrielle Produktion und ihre ebenso „unmenschliche“ Tötung abschaffen. Mit großer Sensibilität für die energetischen Zusammenhänge hat schon Leo Tolstoi (1828-1910), der Autor von „Krieg und Frieden“, zumindest sinngemäß, ungefähr so konstatiert: „Solange es Schlachthöfe gibt, wird es auch Schlachtfelder geben.“ Gewiss, die Tiere halfen und helfen den Menschen, auch in Gegenden zu überleben, wo kein Ackerbau möglich war und ist, heute jedoch vernichten wir mit dem verschwenderischen Tierfutter für die Welternährung nötigste Lebensmittel, belasten die Umwelt und unsere Gesundheit und rauben uns mit der Todesangst der zu fernen Schlachtbänken transportierten Tiere den eigenen Seelenfrieden.
Quelle: Peter Trummer: Jesus ohne Opfer. Glaube, der befreit, Verlag Herder 2026, S. 121
Impuls: Bin ich bereit, mein Ernährungsverhalten zu hinterfragen, besonders bezüglich der Würde von Tieren als Geschöpfe Gottes?
Foto: Hans Waltersdorfer, Fotograf, christlicher Liedermacher und Theologe im Haus der Stille.
Mehr unter https://www.werkstatt-waltersdorfer.at/ und unter https://www.haus-der-stille.at/
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