Georg Plank·Vor 5 Monaten ·2 min. Lesedauer
Pfingstsonntag, 24.5.2026: „Alle, alle, alle! (Papst Franziskus)"
Wir alle begegnen Menschen, die sehr viel anders glauben als wir oder auch gar nicht (mehr), aus welchen Gründen immer....
Mit dem Gottvertrauen Jesu werden wir frei, können uns als Menschen innerlich und äußerlich zu voller Größe aufrichten, authentisch sein und handeln, müssen das Gute nicht mehr als verbissene, perfektionistische Ethik (welche das Abendland aus Mt 5,48 herauslas: estôte érgo vos perfécti) praktizieren und kläglich scheitern. Wir können uns selbst und anderen vergeben, die Sorgen für morgen begrenzen und im Heute leben und immer wieder die Gegenwart des kleinen göttlichen Kindes in uns genießen, statt den Himmel mit (höfischen) Bittgesuchen oder Begnadigungsschreiben zu bestürmen. Die Krippe bescheinigt es der ganzen Menschheit: Gott hat eine gute Meinung“ (eu-dokia) von allen und allem, sein Friede gilt nicht bloß den Menschen „guten Willens“ (Lk 2,14; vgl. Kap. 1), den die Römer gerne als Bedingung stellten, seine Mutterliebe (die wir Barmherzigkeit nennen) kennt keine Grenzen, auch nicht bezüglich der Religionen.
Erst wenn wir den Gleichstand erkennen, den uns diese demütige Noblesse Gottes (Tit 3,4) ermöglicht, können wir auf Du und Du mit ihm gehen und dasselbe mit allen Menschen pflegen. Dann können wir alles „gut nehmen“ (eu-labeisthai), „gut verehren“ (eu-sebein), das heißt Religion endlich ohne Gottesfurcht und (kaiserlich verordnete) Höllenangst praktizieren, „gut danken“ (eu-charistein), „gut(es)-sagen“ (eu-logein) und damit die ganze Schöpfung segnen, statt sie weiterhin „hinunterzubeherrschen“ und zu „missbrauchen“ (Mk10,42).
Der biblische Schalom, den uns bereits die Weihnachtsbotschaft zusagt, meint nicht nur die Abwesenheit von Krieg, sondern die Ganzheit, das Wohlbefinden, die Unversehrtheit, Freundschaft, Heil, Gesundheit und Sicherheit.
Quelle: Peter Trummer: Mit Jesus am Puls der Zeit. Ermutigung zum Christsein, Verlag Herder 2024, S. 30/31
Impuls: Wo möchte ich mich befreien (lassen) vom Jammern, Verurteilen und Schlechtdenken?
Foto: Hans Waltersdorfer, Fotograf, christlicher Liedermacher und Theologe im Haus der Stille.
Mehr unter https://www.werkstatt-waltersdorfer.at/ und unter https://www.haus-der-stille.at/
Georg Plank·Vor 5 Monaten ·2 min. Lesedauer
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