Georg Plank·Vor 5 Monaten ·2 min. Lesedauer
Pfingstsonntag, 24.5.2026: „Alle, alle, alle! (Papst Franziskus)"
Wir alle begegnen Menschen, die sehr viel anders glauben als wir oder auch gar nicht (mehr), aus welchen Gründen immer....
Wenn wir Jesus zum „wirklichen“ Sohn Gottes erklären, verändern wir damit auch das Wort und die Bedeutung des Begriffs GOTT. Und dort kann uns die Mehrheit der Menschen heute nicht mehr folgen. Sie könnten und müssten zwar akzeptieren, dass wir traditionsgemäß so glauben, aber sie brauchten ebenso klare Signale unsererseits, dass auch wir nicht wissen können, wie es wirklich ist. Denn in diesen himmlischen Höhen ist nichts mehr zu beweisen, und was beim geistigen Gott biologische Begriffe überhaupt besagen sollen, bleibt ohnedies höchst fragwürdig. Da war die Antike viel naiver, als wir es sein dürften. Sicher ist nur, dass alles, was wir zu sagen versuchen, immer mehr falsch als richtig ist (diese Analogía éntis, wie sie im Theologendeutsch heißt, ist seit dem 4. Laterankonzil von 1215 sogar Dogma).
Doch wenn wir dieses ausdrückliche Eingeständnis unterlassen, entsteht nach außen hin zu leicht das Gefühl, wir fühlten uns der Wahrheit näher als alle anderen, und eine solche Selbsteinschätzung kann nur als Überheblichkeit gegenüber allen Andersdenkenden empfunden werden und Aggressionen nach sich ziehen (besonders wenn damit ein gemeinsames Gebet über alle religiösen Grenzen hinweg verweigert wird).
Quelle: Peter Trummer: Jesus ohne Opfer. Glaube, der befreit, Verlag Herder 2026, S. 79/80
Impuls: Was bewahrt mich davor, zu meinen, alles über Gott zu wissen?
Foto: Hans Waltersdorfer, Fotograf, christlicher Liedermacher und Theologe im Haus der Stille.
Mehr unter https://www.werkstatt-waltersdorfer.at/ und unter https://www.haus-der-stille.at/
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Georg Plank·Vor 5 Monaten ·2 min. Lesedauer
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Georg Plank·Vor 5 Monaten ·2 min. Lesedauer
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