Georg Plank·Heute ·2 min. Lesedauer
21.5.2026: „Brotbrechen heute"
Das Brotbrechen war nicht nur in der Urkirche das unterscheidende/entscheidend christliche Tun. Es weist auch uns den Weg aus der...
Das Zweite Vatikanische Konzil (1962-1965) hat sich trotz (zu später) liturgischer Reformen wie Volkssprache, Volksaltar oder Laienkelch an die wirklich neuralgischen Punkte nicht herangewagt: nämlich die depressive Grundstimmung des Messopfers und die Frage der wirk-samen Gegenwart Christi. Der Papst wollte dieses Thema nicht von den Bischöfen diskutiert wissen, sondern beschied mit der Enzyklika Mysterium fidei gegen Ende des Konzils (September 1965), dass die unaussprechliche „Transsubstantiation“ die beste Erklärung bleibt, bleiben muss. Doch das Kirchenvolk verweigerte die Gefolgschaft und verließ in Scharen die Gottesdienste. Viele Priester gaben auf, weil sie die ihnen aufgebürdeten Lasten bis hin zum Zölibat nicht mehr tragen konnten/wollten. Dieser Trend ist ungebrochen, wird durch die neuen Seelsorgeräume noch verstärkt. Doch die ganze Theologie ist obsolet geworden, die Fakultäten bangen mangels an Studierenden um ihre Existenz.
Ein Ausweg aus dem Dilemma ist nur zu finden, wenn wir uns über das sakramentale Handeln der Kirche neu verständigen. Das frühe Christentum punktete gegenüber den zahlreichen Religionsanbietern der Spätantike nicht mit dem kirchlichen Amt, sondern mit seiner gesellschaftsverändernden Kraft. Diese ursprüngliche Jesusidee wird immer wieder Menschen so begeistern, dass sie sich mit Leib und Seele dafür einsetzen.
Quelle: Peter Trummer: Mit Jesus am Puls der Zeit. Ermutigung zum Christsein, Verlag Herder 2024, S. 148/149
Impuls: Lasse ich mich von der ursprünglichen Jesusidee immer wieder neu begeistern?
Foto: Hans Waltersdorfer, Fotograf, christlicher Liedermacher und Theologe im Haus der Stille.
Mehr unter https://www.werkstatt-waltersdorfer.at/ und unter https://www.haus-der-stille.at/
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