Georg Plank·Heute ·2 min. Lesedauer
21.5.2026: „Brotbrechen heute"
Das Brotbrechen war nicht nur in der Urkirche das unterscheidende/entscheidend christliche Tun. Es weist auch uns den Weg aus der...
Die Christ:innen des Neuen Testaments feierten keine vor Außenstehenden zu verbergenden Mysterien, sondern praktizierten im Sinne der jüdischen Familientradition offene Gastfreundschaft. Das scheint uns vielleicht wenig, doch gerade diese Praxis ermöglichte das eigentliche Wunder, denn es veränderte und verwandelte die Menschen, (nicht das Brot).
Korinth, das von den Römern 146 v. Chr. zerstört und erst unter Cäsar nach römischem Recht wiedergegründet worden war, ist ein anschauliches Beispiel. Dort geben nach Paulus ausdrücklich die „Nichteingeweihten und Ungläubigen“ das Maß des Verständnisses vor, was im Gottesdienst laut werden darf. Nur was auch die zufällig auftauchenden Zaungäste unmittelbar anspricht, kann das „Verborgene des Herzens“ in ihnen offenlegen. Und nur so wird auch eine gemeinsame Gotteserfahrung möglich, widrigenfalls könnten sie nur den Eindruck gewinnen: „Ihr spinnt“ (1 Kor 14,23ff; vgl. Kap. 16). Da lässt der Apostel an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig.
Dass „Jesus Christus für uns gestorben ist“, diese Grundüberzeugung findet sich bereits im ältesten Schreiben des Neuen Testaments (1 Thess 5,9f). Und sie ist auch heute noch weitgehend akzeptierbar, wenn damit gemeint ist, dass Jesus das extremste Glaubenszeugnis für seinen bedingungslos gütigen Gott abgegeben hat, damit wir ihm auch wirklich vertrauen können.
Quelle: Peter Trummer: Jesus ohne Opfer. Glaube, der befreit, Verlag Herder 2026, S. 156/157
Impuls: Wo habe ich Gelegenheit, radikale und offene Gastfreundschaft anzubieten?
Foto: Hans Waltersdorfer, Fotograf, christlicher Liedermacher und Theologe im Haus der Stille.
Mehr unter https://www.werkstatt-waltersdorfer.at/ und unter https://www.haus-der-stille.at/
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