Georg Plank·Heute ·2 min. Lesedauer
22.4.2026: „Schalom von der Krippe bis Ostern"
Mit dem Gottvertrauen Jesu werden wir frei, können uns als Menschen innerlich und äußerlich zu voller Größe aufrichten, authentisch sein...
Jesus predigte einen gütigen Gott. Und genau diese Botschaft wollte er mit seinem bewusst und freiwillig in Kauf genommenen Märtyrertod vor aller Welt bezeugen, damit wir ihm Glauben schenken können. Erst die Weise, wie er auch den schmachvollsten Tod der Antike mit Würde bestand, macht ihn zu einer Herausforderung für alle Zeiten, zu einem leuchtenden Vorbild, wozu Menschen mit Gottvertrauen fähig sind. Aber das alles kann mit einer strafenden göttlichen Gerechtigkeit wirklich nichts mehr zu tun haben, auch nicht mit einem stellvertretenden Sühneleiden, welches das Ganze nur noch schlimmer machte. Und entgegen allen Behauptungen, wonach das „Lamm Gottes die Sünde der Welt hinwegnimmt“ (so die lateinische Version von Joh 1,29: ágnus déi, qui tóllit peccátum múndi), ist sie erfahrungsgemäß immer noch da und nach Jesus anscheinend sogar oft noch mehr als zuvor. Der Tod Jesu hat nur insofern etwas mit unseren Sünden zu tun, als er mit seiner Botschaft vom gütigen Gott die Frage der Sünde „an sich“ (und nicht die Sünden) soweit „aufhebt“ (griechisch: aírei), dass wir auch damit noch vor Gott ohne Verkrümmungen und Ausflüchte „gerade“ stehen können. Barmherzigkeit ist das Wesen Gottes. Für sie dürfen und können wir dankbar sein.
Quelle: Peter Trummer: Jesus ohne Opfer. Glaube, der befreit, Verlag Herder 2026, S. 29
Impuls: Glaube ich, dass Gott mich so wie ich bin, auch mit meinen Sünden und Defiziten, bedingungslos liebt?
Foto: Hans Waltersdorfer, Fotograf, christlicher Liedermacher und Theologe im Haus der Stille.
Mehr unter https://www.werkstatt-waltersdorfer.at/ und unter https://www.haus-der-stille.at/
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