Alexander Solschenizyn
Georg Plank

Alexander Solschenizyn

1969 wurde der russische Schriftsteller und Regime-Kritiker Alexander Solschenizyn, den große Dichter unserer Zeit den einzigen lebenden Klassiker“ nennen, nach einer Farce von Ausschlußverfahren aus dem Schriftstellerverband gestoßen. Der Verstoßene sagte dazu:

„Ich bin ruhig, ich weiß, daß ich meine Aufgabe als Schriftsteller unter allen Umständen erfüllen werde – nach meinem Tod vielleicht mit mehr Erfolg und größerem Gewicht als lebend. Niemandem wird es gelingen, den Weg der Wahrheit zu versperren, und ich bin bereit zu sterben, damit sie vordringt. Ja, ich bin bereit zu sterben, und nicht nur aus dem Schriftstellerverband ausgeschlossen zu werden. Stimmt ab. Ihr seid die Mehrheit, aber vergeßt nicht, daß sich die Literaturgeschichte für die heutige Sitzung interessieren wird.“… „Ihr seid die Mehrheit“, hatte Solschenizyn seinen Gegnern gesagt. Aber auch: „Niemandem wird es gelingen, den Weg der Wahrheit zu versperren.“

So ist es immer: Die vielen meinen, weil sie viele sind, auch unbedingt im Besitz der Wahrheit sein zu müssen. Zumeist stimmt das nicht. Die Welt und auch die Kirchengeschichte beweisen, daß die Geschichte der Wahrheit von wenigen geschrieben wird … Es ist klar, daß die herrschenden Mächte sich gegen Neuerer wehren müssen. Aber auch hier scheint das Herrenwort zu stimmen: „Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es unfruchtbar.“

Quelle: Josef Fink: Gott ist jung, S.36, Weishaupt Verlag, vgl. https://www.weishaupt.at/?area=1&x=5&y=12&s=Josef+Fink

Impuls: Suche heute auf Youtube nach Alexander Solschenizyn lass dich für die aktuelle Krisenzeit inspirieren!

 

Pfingstkalender

Georg Plank·Vor 4 Monaten ·2 min. Lesedauer

23.5.2026: „Zur Freiheit befreit"

Die Vergottung Jesu war eine unbestrittene Glanzleistung menschlichen Denkens (die Begriffe wie Person und Menschenrechte erst möglich machte), sie hatte...

Georg Plank·Vor 4 Monaten ·2 min. Lesedauer

22.5.2026: „Brotbrechen zukünftig"

Noch etwas charakterisiert das frühchristliche Brotbrechen: Es schließt in seiner Offenheit direkt an die Mahlgemeinschaften Jesu „mit Sündigen und Zöllnern“...

Schreibe einen Kommentar

Newsletter

Ich möchte am Laufenden bleiben.