Die Lieder Rumis
Georg Plank

Die Lieder Rumis

Rumi wurde in Balkh geboren, einer Stadt, die früher an der Ostgrenze des Persischen Reiches lag und heute zu Afghanistan gehört … Nach dem Tod des Vaters übernahm Rumi, der schon mit 24 Jahren ein anerkannter Gelehrter war, die Führung der Universität in der seldschukischen Hauptstadt Konya. Bald war er der geistige Vater Tausender junger Leute, ein jeder nannte ihn MAULANA, unser Meister.

Rumi selbst aber fand sich keineswegs als Meister. Er fand sich selbst unvollendet und ganz und gar auf der Suche. An einem Nachmittag des Jahres 1244 änderte sich dies: Rumi traf den Sufi-Mystiker Shams e Tabriz, der ihn mit der direkten Erfahrung Gottes vertraut machte und sein Leben vollständig veränderte. Dieses Treffen wurde oft thematisiert, man nannte es das „Zusammentreffen zweier Ozeane“. Sultan Walad, der Sohn Rumis, schreibt darüber:

„Seiner Reinheit und seines Glaubens wegen wurde der Maulana von Gott auserwählt, der ihm sein Antlitz offenbarte und ihm deshalb alle Güte und Gnade zugestand. Nach langen Jahren des Wartens sah er Gott und erkannte die Geheimnisse des Universums. Er sah, was man nicht sehen konnte, er hörte, was niemand zuvor vernommen hatte. Shams enthüllte ihm den Ozean der Liebe – und der Maulana tauchte ein und verschwand darin.“

… Dem Sufismus verdankt die spirituelle Welt den ekstatischen Tanz und die Perlen des Rosenkranzes mit den rhythmisch sich wiederholenden Anrufungen Gottes.

Quelle: Josef Fink: Auf Sendung S.154, Weishaupt Verlag, vgl. https://www.weishaupt.at/?area=1&x=5&y=12&s=Josef+Fink

Impuls: Lies heute auf https://www.sirius-project.eu/blog/rumi-zitate ein Zitat von Dschalāl ad-Dīn Muhammad Rūmī!

 

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