Die Weisheit der Religionen
Georg Plank

Die Weisheit der Religionen

Der in den letzten Jahren ausgebrochene Turbomaterialismus birgt den inhumanen Keim des Todes in seiner unerbittlichen Menschenverachtung für jeden Nachdenklichen in sich. Ich habe in jüngster Zeit, da ich krank war, oder sagen wir’s ruhig, da meine beiden Füße amputiert wurden, viel Zeit zum Lesen. Und natürlich finde ich nach diversen wissenschaftlichen Büchern, die mich seit je interessieren, auch zu den großen Theologen und Mystikern zurück. Das kühnste Buch, das ich gelesen habe, ist sicherlich die „Anleitung zum Glaubenszweifel“, wie es im Untertitel heißt, der Prof. Dr. Ute Heinenann „Nein und Amen“.

Nicht weniger faszinierend ist Dorothee Sölles „Mystik und Widerstand“, das eine ganze Bibliothek zur Mystik überflüssig macht. Vielleicht ist es sogar, gerade weil es alle religiösen Räume und Zeiten berücksichtigt, der Sölles „katholischstes“ Buch … Und dann bin ich immer wieder bei meinem geliebten Ernesto Cardenal gelandet, beim „Cosmico cantico“, den Profis mit „De rerum natura“ des Lukrez und andere sogar mit der „Göttlichen Komödie“ Dantes verglichen …

Weil wir in diesem Jahr auch besonders viel jüdisches Programm machen – vor fünfzig Jahren wurde der Staat Israel gegründet, las ich auch zum x-ten Mal Andre Kaminskis „Nächstes Jahr in Jerusalem“.

Quelle: Josef Fink: Zwischen allen Stühlen, S.124, Weishaupt Verlag, vgl. https://www.weishaupt.at/?area=1&x=5&y=12&s=Josef+Fink

Impuls: Öffne dein Herz und dein Leben für das heutige Tagesevangelium. Es ist der Kern der jesuanischen Revolution: Ein neues Gebot gebe ich euch. Liebt einander wie ich euch geliebt habe!

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