Eine Landkarte
Florian Mittl Florian Mittl

Eine Landkarte

2. Staffel, Folge 8 – Zeit: 30:36-34:14
https://www.angel.com/watch/the-chosen/episode/2aa56a19-fad8-4947-87b5-d555eafbe24d/season-2/episode-8/beyond-mountains


Jesus weckt Matthäus, er ist sichtlich aufgeregt. Nach langem Ringen hat er eine passende Einleitung gefunden für seine große Predigt: „Eine Landkarte, eine Wegbeschreibung, damit die Leute mich finden können.“ Jesus zählt die später als „Seligpreisungen“ bekannt gewordenen bildreichen Sätze auf, Matthäus notiert. In einer Montage sehen wir Ausschnitte aus den vergangenen Folgen, die Momente zeigen, in denen Jesus von den Jünger:innen zu den einzelnen Aussagen inspiriert worden ist.

Matthäus ist berührt. Auf die Frage, warum dies eine Landkarte sei, antwortet Jesus: „Wenn jemand mich suchen sollte, sind das die Leute, bei denen er mich findet.“

Die Seligpreisungen finden sich in Matthäus 5,1-12 und Lukas 6,20-23. Papst Franziskus nennt sie den „Personalausweis eines Christen“. Das griechische Wort für „selig“, „makarios“ war ursprünglich allein den Göttern vorbehalten – nur sie waren „(glück-)selig“, da sie unsterblich und alterslos waren, absolut frei und nicht den Mühen des Lebens ausgeliefert. Ausgerechnet diesen für die Götter reservierten Begriff verwendet Jesus (bzw. die Verfasser der Evangelien) für die Seligpreisungen. Gott schafft die Anfechtungen, Herausforderungen und Ungerechtigkeiten nicht ab, aber er erfüllt sie mit seiner Gegenwart. So wie es Jesus mit der bronzenen Schlange und im Gespräch mit Nikodemus angekündigt hat – vergleiche Impuls 22 (“Die bronzene Schlange”) und 24 (“Ein neuer Wind”). Wer mit Gott lebt, ist glückselig. Egal, was kommt.

Impulsfrage: Mit welchen Seligpreisungen kann ich mich am stärksten identifizieren?

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