Gott ist da
Georg Plank

Gott ist da

Christi Himmelfahrt: Gott ist nicht fort, Gott ist da. Im heutigen Evangelium heißt es am Ende ganz schlicht: „Seid gewiß: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“ (Mt 28, 20)

Am Beginn des Matthäus-Evangeliums stand die Verheißung „Gott ist mit uns“. (Mt 1, 23) Am Ende kehrt der Satz wieder. Gott ist da; er ist mit uns.

Was unterscheidet die beiden Aussagen? Vor dem Kommen Jesu war eine Verheißung, eine Hoffnung. Aber nach dem Kommen Jesu, nach seinem Wirken unter den Menschen, nach seinem Kreuz und seiner Auferstehung, ist Wirklichkeit.

Seit der Mensch Jesus „zur Rechten des Vaters thront“, ist Gott nicht nur für immer Mensch geworden, sondern der Mensch ist für immer auf Gott hin bestimmt. Und „unruhig ist unser Herz, bis es Ruhe findet in dir.“ (Augustinus)

Die innigste Bindung, die zwischen Gott und Mensch – ja mit aller Schöpfung – denkbar ist, ist exemplarisch vollzogen.

Aber: „Er hat mitgenommen, was er angenommen hatte. Das hinfällige Fleisch, den menschlichen Geist, der im Todesleiden verdunkelte und keine Antworten mehr wußte, das zitternde Herz.“ (Karl Rahner) Nun ist unwiderruflich die einstige Verheißung „Gott-mit-uns“ Wirklichkeit. Gott kann nie mehr vom Menschen getrennt werden. Und umgekehrt: der Mensch kann nie mehr von Gott getrennt werden.

Quelle: Josef Fink: Gott im Alltag, S.133, Weishaupt Verlag, vgl. https://www.weishaupt.at/?area=1&x=5&y=12&s=Josef+Fink

Impuls: Wenn ich heute zweifle, wenn ich resigniere oder traurig bin, dann lass ich diese Verheißung zu: ICH BIN DA.

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