Hinter mich, du Satan!
Georg Plank

Hinter mich, du Satan!

„Jesus begann seinen Jüngern zu erklären, er müsse nach Jerusalem gehen und von den Ältesten, den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten vieles erleiden; er werde getötet werden, aber am dritten Tag werde er auferstehen. Da nahm ihn Petrus beiseite und machte ihm Vorwürfe; er sagte: Das soll Gott verhüten, Herr! Das darf nicht mit dir geschehen! Jesus aber wandte sich um und sagte zu Petrus: Hinter mich, du Satan, geh mir aus den Augen! Du willst mich zu Fall bringen; denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen.“ (Mt 16, 21-23)

Ich kenne keine Stelle des Neuen Testamentes von solcher Härte. Petrus, der stets als erster der Apostel genannt wird und dessen Nachfolger ein halbes Jahrtausend nach Jesus „Päpste“ genannt werden, erscheint im heutigen Evangelium als die widergöttliche Macht schlechthin, als der Satan.

Petrus, der sich wie die anderen Jünger von Jesus irdische Macht erwartete, mußte durch Sünde und Schuld die eigenwilligen Wege Gottes erlernen, er mußte sich bekehren, bevor er seine Brüder im Glauben stärken konnte.

Quelle: Josef Fink: Gott im Alltag, S.142, Weishaupt Verlag, vgl. https://www.weishaupt.at/?area=1&x=5&y=12&s=Josef+Fink

Impuls: Fühle ich mich Simon Petrus nahe, den Jesus maßregelt und zur Liebe ruft?

 

Pfingstkalender

Georg Plank·Vor 4 Monaten ·2 min. Lesedauer

23.5.2026: „Zur Freiheit befreit"

Die Vergottung Jesu war eine unbestrittene Glanzleistung menschlichen Denkens (die Begriffe wie Person und Menschenrechte erst möglich machte), sie hatte...

Georg Plank·Vor 4 Monaten ·2 min. Lesedauer

22.5.2026: „Brotbrechen zukünftig"

Noch etwas charakterisiert das frühchristliche Brotbrechen: Es schließt in seiner Offenheit direkt an die Mahlgemeinschaften Jesu „mit Sündigen und Zöllnern“...

Schreibe einen Kommentar

Newsletter

Ich möchte am Laufenden bleiben.