Georg Plank·Vor 5 Monaten ·2 min. Lesedauer
Pfingstsonntag, 24.5.2026: „Alle, alle, alle! (Papst Franziskus)"
Wir alle begegnen Menschen, die sehr viel anders glauben als wir oder auch gar nicht (mehr), aus welchen Gründen immer....
Eine der bekanntesten Geschichten über den heiligen Franz ist die Geschichte des Wolfs von Gubbio. Die Geschichte geht so: In der Umgebung der Stadt Gubbio trieb ein großer Wolf sein Unwesen. Er fiel immer wieder Menschen an, so daß die Bürger ihre Stadt nur mit Waffen verlassen konnten. Als Franziskus nach Gubbio kam, taten ihm die Leute leid, und er beschloß, sich zu dem Wolf auf den Weg zu machen. Die Leute in der Stadt warnten ihn davor. Er ging trotzdem.
Kaum hatte er die Stadt verlassen, stürzte ihm der Wolf, von Hunger getrieben, entgegen. Aber gebannt vom Blick des heiligen Franziskus, hielt das Tier plötzlich inne. Franziskus schlug ein Kreuz als Segenszeichen über das Tier und rief: „Komm‘ zu mir, Bruder Wolf!“ Und tatsächlich, der Wolf kam heran und legte sich Franziskus zu Füßen. Daraufhin versprach Franziskus dem Wolf, Frieden zu stiften zwischen ihm und der Stadt und gab ihm die Garantie, für seinen Hunger in Zukunft Sorge zu tragen. Der Wolf ließ sich darauf ein. Er legte seine Tatze in die Hand des Heiligen und trottete mit ihm in die Stadt …
Franz geht dem Bösen nicht aus dem Weg, er geht ihm entgegen, segnet es und redet ihm gut zu. Das ist der Anfang. Dann aber nimmt er das Böse an der Hand und führt es den Feinden zu: Die Feinde müssen einander begegnen. Sie müssen die Angst aneinander entdecken. Und schließlich – im Fall der Geschichte: der Hunger, die Umstände, die das Böse bewirkten, müssen beseitigt werden.
So siegt Zärtlichkeit.
Quelle: Josef Fink: Auf Sendung S.232, Weishaupt Verlag, vgl. https://www.weishaupt.at/?area=1&x=5&y=12&s=Josef+Fink
Impuls: Welcher Wolf in meinem Leben könnte mir Bruder werden?
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