Georg Plank·Heute ·2 min. Lesedauer
21.5.2026: „Brotbrechen heute"
Das Brotbrechen war nicht nur in der Urkirche das unterscheidende/entscheidend christliche Tun. Es weist auch uns den Weg aus der...
Die deutsche Dichterin Ricarda Huch schrieb 1946, ein Jahr vor ihrem Tod, in dem Essay „Urphänomene“ über das Eigentliche des Neuen Testaments folgende Sätze: „Die Liebe wandelt als Mensch unter Menschen und wird nur von armen Fischern erkannt. Die wenigen, die sie erkannt haben und ausziehen, um die Frohe Botschaft zu verkünden, werden gemartert und getötet. Die Jünger des Gottes der Liebe erwartet in der Welt Kampf und Untergang. Aber dennoch triumphiert diese gemarterte Liebe, denn der Gekreuzigte ist auch der Auferstandene. Die Liebe ist kein leidender Zustand, kein schwächliches Gefühl, sondern die Kraft der Kräfte, von ihr trunken, vermögen die Propheten ihren heiligen Wahnsinn zum Sinn aller zu machen.“
Genau dies ist die Predigt des Petrus am ersten Pfingstfest der Kirche: Die wahnsinnige Liebe Gottes, die in Worten und Taten Jesu ersichtlich wurde, ergibt den Sinn aller Geschichte …
Die „Kraft der Kräfte“, der Geist Gottes – mütterlichen Geschlechts übrigens! – greift in die Geschichte ein und offenbart die Seele der Kirche, ihr eigentliches Mysterium: Der liebende Gott verbündet sich auf Gedeih und Verderb mit den Menschen, ja mit der Schöpfung. Wahnsinn wird Sinn.
Quelle: Josef Fink: Gott im Alltag, S.31, Weishaupt Verlag, vgl. https://www.weishaupt.at/?area=1&x=5&y=12&s=Josef+Fink
Impuls: NimmIm heutigen Tagesevangelium betet Jesus: Alle sollen eins sein (Joh 17,20-26) – eins in der Liebe. Was bedeutet das für mein Leben?
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